Archiv der Kategorie: Lesestoff

Unterschätzen wir die Gefahr eines globalen Krieges nicht!

Die Links, die ich hier poste, behandeln die sich gefährlich entwickelnde Krise rund um die Ukraine.

Polk Link und Bhadrakumar Link

Der erste Link führt zu einem Artikel von William R. Polk. Dieser war einer der drei Berater von Kennedy in der Kuba Raketenkrise. Seine Innenansicht der Ereignisse ist bemerkenswert. Er zieht nun Vergleiche mit der Situation in der Ukraine und warnt vor der sich schleichend erhöhenden Gefahr eines globalen Konflikts inklusive Atomwaffen.

Der zweite Link ist von dem altbekannten indischen Exdiplomaten M K Bhadrakumar, der sich auf Polk bezieht, aber auch den einflussreichen Neokonservativen Robert Kagan zitiert. Der Vergleich zeigt auf welch gefährliches Terrain sich der Ukrainekonflikt bewegt.

Bemerkenswert ist, dass generell Politiker und Berater, die während der Zeit des Kalten Krieges aktiv waren und der immer vorhandenen Gefahr eines Atomkrieges kannten, die heutige Situation für wesentlich gefährlicher halten, wie die herrschenden politischen Klassen.

Nun sind alle diese Analysen und Einschätzungen rein geo- und machtpolitische und die Völker und Klassen kommen darin nicht vor. Die Linken abseits von einigen aus den alten kommunistischen Parteien entstandenen Plattformen scheinen diese Aspekte der Situation aber einfach unberücksichtigt zu lassen. Eine linke Antikriegsbewegung, die noch anlässlich des Irakkrieges riesig war, existiert nicht. Die Zerstörung Europäischer Städte mit wahrscheinlich zehntausenden Toten (den offiziellen Opferzahlen wird ja seriös widersprochen), die Kampfhandlungen mit tausenden Toten rütteln nicht am Schlaf der Linken.

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Alain Badiou analysiert die „Charlie Hebdo“ Attacke

Nicht sehr weit verbreitete Analyse von Badiou über die „Charlie Hebdo“ Attacke, die erst in der „Le Monde“ erschienen ist und von VesoBooks übersetzt wurde:

Verso Übersetzung

und nun auch auf Deutsch in die Wochenzeitung

Ich bin nicht Charlie!

Nun hat auch Europa sein 9/11. Fakten und Argumente gegen die Inszenierung Je suis Charlie findet ihr (auch) in den drei verlinkten Artikeln. Ich will deren Aussagen hier nicht wiederholen, die Texte sprechen für sich:

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43818/1.html

http://www.hintergrund.de/201501123376/globales/terrorismus/die-einheitsfront-der-zivilisierten.html

eine besonnene Stimme: http://www.faz.net/aktuell/politik/gastbeitrag-warum-ich-nicht-charlie-bin-13374816.html

Noch eine kurze Randbemerkung. Die Beweisphotos die zeigen, dass die Riege der Staatschefs keinesfalls an der Spitze Demonstration in Paris marschiert ist, sind inzwischen auf vielen Internetseiten zu finden. Ihre Pseudodemo wurde in die Filmberichte über den Solidaritätsmarsch hineingeschnitten. Dies zeigt nicht zuletzt die Bereitschaft zur Manipulation der Mainstream Medien.

paris_hebdo_demo2

18.1.2015; Karl Reitter

Nachtrag 31.1.2015: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44015/1.html ebenfalls sehr lesenswert.

Alarmierende Artikel von Tomasz Konicz

Bisher werden die Entwicklung der Geopolitik von der Linke eher ignoriert. Die Zusammenfassung einiger Entwicklungen in den beiden Artikeln von Tomasz Konicz sind deshalb umso wichtiger! Eine breite Mobilisierung wäre an der Zeit.

Der russische Spiegel:
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43612/1.html

Welt vor neuem Weltkrieg?
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43631/1.html

Karl Reitter (Hg.) Karl Marx. Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Zur Kritik der neuen Marx-Lektüre.

cover_reitter_MarxDer Ausdruck neue Marx-Lektüre wird von ihren ProtagonistInnen als positive Selbstbezeichnung verwendet. Vorgeblich soll es sich dabei um jene Marx Rezeption handeln, die vorhergehende Irrtümer und Unzulänglichkeiten überwindet und den heutigen Standard einer niveauvollen Beschäftigung mit Marx darstellt. In Beträgen wird dieser Anspruch aus den verschiedensten Perspektiven methodisch und inhaltlich in Frage gestellt.

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