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„Die Seele als Gefängnis des Körpers‟ Homophobie und Psychoanalyse im Werk von Theodor W. Adorno

Veranstaltung mit Georg Klauda (Berlin)

Zeit: Montag, 29. Juni 2015, 19 Uhr; Ort: Amerlinghaus (Galerie), Stiftgasse 8, 1070 Wien

Nach 1989 erfuhr die kritische Theorie aufgrund der Krise des Marxismus unter Linken eine ungeahnte Renaissance und mit ihr Adornos Versuch, Freud für eine kritische Gesellschaftstheorie in Beschlag zu nehmen. Die Psychoanalyse erscheint ihren Liebhabern vielfach als letzte und höchste Stufe der Aufklärung, indem sie dem Bewusstsein entzogene Bereiche des eigenen Selbst dem Bewussten zugänglich macht und es so als Herrn im eigenen Haus einsetzt. Doch wenn irgendwo die Rede von der „Dialektik der Aufklärung“ am Platz wäre, dann hier. Weiterlesen

Veranstaltung in Berlin; Buchvorstellung und Vortrag

UPDATE: Referat Karl Reitter als mp3

Buchvorstellung: Karl Marx – Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?

Herausgeber Karl Reitter stellt seinen vor wenigen Wochen erschienenen Sammelband zur Kritik der neuen Marx-Lektüre vor und referiert die wesentlichen Kritikpunkte an dieser Strömung. Nicht nur soll gezeigt werden, dass ihre „monetäre Werttheorie“ sachlich und philologisch unhaltbar ist, sondern auch was mit dem Vorwurf des Naturalismus an die Adresse von Marx eigentlich gemeint ist. Durch die Weigerung, zwischen den historisch übergreifenden Bestimmungen der Arbeit und ihren je spezifischen gesellschaftlichen Formen zu unterscheiden, wird Marx um sein ureigenstes Anliegen gebracht: in der Gesellschaft, wie sie ist, nach den materiellen Bedingungen einer neuen, klassenlosen Gesellschaft zu suchen. So wird Marx von einem Philosophen der Emanzipation auf einen Theoretiker reduziert, der bloß unrichtigen ökonomischen Aussagen seine eigenen korrekten gegenüberstellte. http://www.mandelbaum.at/books/806/7553

Veranstalterin: Redaktion Trend
Ort: Cafe Größenwahn, Kinzigstraße 9, Berlin
Zeit: Dienstag, den 19. Mai 2015, 19:00 Uhr

Nächster Jour fixe am 11. Mai: „Populismus“

Referent: Sebastian Reinfeldt

Sebastian wird seine drei Thesen zur Diskussion stellen: 1. Populismus ist ein Chamäleon. Er taucht in expliziten Krisenzeiten auf (Spanien, Griechenland) – oder auch nicht (Österreich, Schweiz). Er kann „politischer Ausdruck“ sozialer Bewegungen sein (Spanien) – oder auch nicht (Österreich, Schweiz). Und er kann eher links sich artikulieren (Lateinamerika, Spanien, Griechenland) – oder eher rechts und faschistisch (Ungarn, Frankreich, Österreich, Schweiz, Norditalien).

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Buchpräsentation: Karl Reitter (Hg.); Karl Marx Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals? Zur Kritik der »neuen Marx-Lektüre«

Wann: Donnerstag 16. April, 19 Uhr

Wo: Librería Utopía – radical bookstore vienna, Preysinggasse 26-26, (U-Bahn Schweglerstaße), 1150 Wien

Der Ausdruck »neue Marx-Lektüre« wird von ihren ProtagonistInnen als positive Selbstbezeichnung verwendet. Vorgeblich soll es sich dabei um jene Marx-Rezeption handeln, die vorhergehende Irrtümer und Unzulänglichkeiten überwindet und den heutigen Standard einer niveauvollen Beschäftigung mit Marx darstellt. Im vorliegenden Band wird dieser Anspruch methodisch und inhaltlich in Frage gestellt.

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Alle Ausgaben der grundrisse erhältlich!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Interessierte!

Wir können euch momentan zwei komplette Sets aller Ausgaben der grundrisse anbieten. Inklusive Porto kostet dies nach Deutschland € 270,- nach Österreich € 250,-. Falls Interesse besteht ersuchen wir um ein kurzes E-Mail an unsere Adresse.

Eure wie immer aktive grundrisse Redaktion

Nächster Jour fixe 9. März – Glaube und Befreiung: Christlicher Anarchismus

Gespräch und Diskussion mit Sebastian Kalicha

Die radikale Linke zeichnet sich hierzulande meist durch eine ablehnende Haltung Religionen gegenüber aus. Aber es gibt auch gläubige Linke. Die bekannteste Strömung ist sicher die marxistisch inspirierte Befreiungstheologie (nicht nur) in Lateinamerika. Aber es gibt auch anarchistische Zusammenhänge verschiedener Schattierungen, die sich als christlich verstehen. Sebastian Kalicha, Herausgeber des im Verlag graswurzelrevolution erschienenen Buches „Christlicher Anarchismus“ wird die Geschichte, Grundlagen und Strömungen des Christlichen Anarchismus vorstellen. Anschließend gemeinsame Diskussion, bei der folgende Fragestellungen behandelt werden könnten: Wie verträgt sich die grundlegende Institutionenkritik des Anarchismus mit dem papsttreuen Universalismus des Katholizismus? Welche Rolle spielt Gewalt bzw. Gewaltfreiheit in den unterschiedlichen christlich-anarchistischen Strömungen? Gibt es Verbindungslinien zwischen Christlichem Anarchismus und der Befreiungstheologie, wie ist das Verhältnis zu nicht-gläubigen bzw. antiklerikalen anarchistischen Gruppierungen?

Ort: Amerlinghaus, Stiftgasse 8, Teestube, 1070 Wien

Zeit: Montag, den 9. März 2015, 19 Uhr

 

Transkript des Jour fixe vom 9.2.2015, Nach der Wahl in Griechenland: Möglichkeiten und Grenzen linker Regierungspolitik

Moderator: Zum Thema heute, der Regierungsübernahme von Syriza in Griechenland könnte man mit Badiou sagen, es handelt sich um ein Wahrheitsereignis. So sagt man das theoretisch. Alltagssprachlich gesagt, es ist ein historischer Wendepunkt. Und zwar nicht nur für Griechenland, sondern die EU, den Euro dann, sondern also welthistorisch. Die Latte ist jetzt ein bisschen hochgelegt. Ich sage aber jetzt mal trotzdem so. Weil der Badiou sagt, das Letzte, das so ein Wahrheitsereignis war, das war – als Maoist – die chinesische Kulturrevolution als letzter und recht bald gescheiterter Versuch, in Herrschaftsform eines Staatenkommunismus das Projekt der Oktoberrevolution zu retten. Was aber nicht gelungen ist.

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nächster Jour fixe am Montag, den 9. Februar

Nach der Wahl in Griechenland: Möglichkeiten und Grenzen linker Regierungspolitik.

Der Wahlsieg von Syriza hat ein Thema aktualisiert, das in Europa jahrelang kein Thema sein konnte, nämlich die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen linker Regierungspolitik. Sollte im Herbst dieses Jahres auch Podemos in Spanien die Wahlen gewinnen, gäbe es in Südeuropa zwei linke Regierungen. Welche Perspektiven eröffnet dieses Szenario, wo sind jedoch die Grenzen eines Versuchs, Emanzipation von oben durchzusetzen? Diese Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren. Wir werden VertreterInnen von Podemos, der Interventionstischen Linken, der Gruppe „Mosaik“ sowie Syriza nahestehende Personen einladen.
Ort: Ameringhaus, 1070 Wien, Stiftgasse 8
Zeit: Montag, 9. Februar, 19 Uhr.

Update: 3.2.2015: Eine Vertreterin von solidarity4all.vienna / Syriza Jugend hat ihr Kommen zugesagt,

Ich bin nicht Charlie!

Nun hat auch Europa sein 9/11. Fakten und Argumente gegen die Inszenierung Je suis Charlie findet ihr (auch) in den drei verlinkten Artikeln. Ich will deren Aussagen hier nicht wiederholen, die Texte sprechen für sich:

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43818/1.html

http://www.hintergrund.de/201501123376/globales/terrorismus/die-einheitsfront-der-zivilisierten.html

eine besonnene Stimme: http://www.faz.net/aktuell/politik/gastbeitrag-warum-ich-nicht-charlie-bin-13374816.html

Noch eine kurze Randbemerkung. Die Beweisphotos die zeigen, dass die Riege der Staatschefs keinesfalls an der Spitze Demonstration in Paris marschiert ist, sind inzwischen auf vielen Internetseiten zu finden. Ihre Pseudodemo wurde in die Filmberichte über den Solidaritätsmarsch hineingeschnitten. Dies zeigt nicht zuletzt die Bereitschaft zur Manipulation der Mainstream Medien.

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18.1.2015; Karl Reitter

Nachtrag 31.1.2015: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44015/1.html ebenfalls sehr lesenswert.